Liebe Ärzte, liebe Partner im Gesundheitswesen,

 

hier möchten wir Ihnen eine Seite widmen, die Ihnen den Arbeitsalltag in Sachen Bürokratie/Heilmittel/Heilmittelkatalog und Budget erleichtert und unsere gute und unkomplizierte Zusammenarbeit fördert!

 

 

 

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Neu!

 

Ab 1.10.2020 tritt der neue Heilmittelkatalog für Ärzte und Zahnärzte in Kraft!

 

Was ändert sich?

 

Die wohl prägnanteste Neuerung ist, dass es nur noch ein Verordnungsformular für alle Fachbereiche (Physiotherapie, Podologie, Ergotherapie, Ernährungstherapie, Logopädie) gibt!

 

Die bisherige Regelfall-Systematik, d.h. die Erst- und Folgeverordnung sowie die Verordnung außerhalb des Regelfalls, wird durch nur noch einen Verordnungsfall inklusive der orientierenden Behandlungsmenge (bisher Gesamtverordnungsmenge) ersetzt.

Die Verordnungsmenge je Diagnose wird durch die Höchstmenge je Verordnung ersetzt. Das macht es Ihnen, liebe Ärzte, leichter, die Verordnungen korrekt auszustellen und Therapeuten müssen sich zukünftig weniger um Korrekturen ungültiger Verordnungen kümmern.

 

Ohne Regelfall gibt es nun dann auch keine Verordnungen außerhalb des Regelfalls mehr. Die umfangreichen Regelungen diesbezüglich, sowie das Genehmigungsverfahren sind mit dem 1. Oktober 2020 ersatzlos gestrichen.

 

Mehr dazu in Kürze...

 

 

 

 

Der Heilmittelkatalog ist nun schon länger im Amt, trotzdem gibt es immer wieder Unstimmigkeiten und Verunsicherungen Ihrerseits bezügl. Erst-/Folgeverordnungen.

 

Da wir als Heilmittelerbringer im Fall der nicht korrekt ausgefüllten Verordnungen diejenigen sind, die in der Kette als Letztes stehen, und  wir die Verordnung in diesem Fall nicht vergütet bekommen von den Krankenkassen, sei hier nochmals darauf höflich hingewiesen, dass der Regelfall eines Indikationsschlüssels als "Einheit" gilt, die verordnet werden darf und unabhängig vom ausstellenden Arzt ist!!

 

D.h. hat der Patient eine Erstverordnung bei WS2A vom Facharzt z.B. Orthopäden erhalten und benötigt eine weitere Verordnung, ist jedes weitere Rezept bei gleichem Indikationsschlüssel (hier WS2a) eine Folgeverordnung, auch wenn es z.B. vom Hausarzt die erste ausgestellte Verordnung darstellt!

Genau dies ist nämlich der oft mißverstandene Fall.

Eine erneute ErstVO ist hier falsch und wird uns nicht bezahlt!!

Daher erscheinen bei Ihnen dann Patienten mit der Bitte um Änderung und nicht aus Gründen der Willkür des behandelnden Physiotherapeuten.

 

Denn der Patient darf bei diesem Regelfall nur insgesamt 3 Rezepte a 6 Behandlungen im Regelfall erhalten, egal welche Ärzte ihm diese ausstellen.

 

Ansonsten würde ein sog. Arzthopping ja zu unendlichen Verordnungen führen bzw. dies möglich machen und ist natürlich von den Krankenkassen nicht angestrebt worden.

 

Leider verbreitet die KV widersprüchliche Info´s zu diesem Thema, die nicht im Einklang mit den Krankenkassen/Kostenträgern stehen!

Da wir unsererseits nur über die Krankenkassen unsere Info´s erhalten und durch die Rahmenverträge an deren Procedere gebunden sind, können wir falsch ausgefüllte Verordnungen nicht akzeptieren und müssen im schlimmsten Fall, die Behandlung ablehnen, da wir ansonsten ohne Vergütung arbeiten müssen.

 

Wir hoffen hiermit Licht ins Dunkle gebracht zu haben und freuen uns weiterhin auf eine gute Zusammenarbeit!

 

Stand 4/2016

 

 

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Neu: Ab 01.07.2014

 

Ab 01.07.14 sollte auf jeder Heilmittelverordnung ein ICD-10Code passend zum Indikationsschlüssel und passend zur Leitsymptomatik, sowie zum verordneten Heilmittel stehen.

Dieser darf die ausgeschriebene wörtliche Diagnose ersetzen, muß aber in der Gesamtheit schlüssig und passend zum Rest der Verordnung stehen.

Leider ein weiterer Schritt in die falsche Richtung, denn wir Physiotherapeuten sind einmal mehr in der Prüfpflicht und werden bei Fehlern unsere Honorare gnadenlos abgezogen, gestrichen oder gekürzt bekommen.

Leider hat sich zur überkritischen und dafür schon lange bekannten  AOK, nun die DAK dazugesellt, mit ähnlichen Praktiken.

 

Daher werden und müssen wir Ihnen ihre Patienten wg. Rezeptänderungen gnadenlos zurückschicken und wir hoffen, dass Sie wissen, das dies keine Schikanen unsereseits sind, sondern der Kampf um´s Überleben im gesetzlichen Rezepte- und Kassenzulassungsdschungel!

 

 

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Seit Januar 2013 haben Sie die Möglichkeit eine langfristige Heilmittelverordnung als Vorab-Praxisbesonderheit anerkannt zu bekommen und somit "extrabudgetär" verordnen zu können.

Dazu müssen Sie auf der Verordnung einen ICD-10-Code notieren.

 

Seit April 2013 gibt es hierfür von der KbV neue Verordnungsvordrucke:

www.kbv.de/14111.html

 

Alte Formulare können noch weiter genutzt werden, sofern Sie den ICD-10-Code dann handschriftl. vermerken.

 

Wir als Heilmittelerbringer sind nicht verpflichtet den ICD-10-Code auf Richtigkeit zu überprüfen (im Gegensatz zu den restlichen Angaben der Verordnung), sind aber bemüht  Sie bei aufgefallenen Fehlern zu informieren und die Chance der Richtigstellung zu ermöglichen.

 

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Thema : ICD-10 Schlüssel verstehen und anwenden....

 

 

Der Weg zur extrabudgetären Verordnung für Ihre/unsere Patienten.

 

Therapiebedarf

 

Therapiebedarf liegt gem.§ Abs.2HeilM-RL immer dann vor, wenn die verordneten Heilmittel zu Lasten der GKV verschrieben werden, weil sie notwendig sind, um

  • eine Krankheit zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu linderm,
  • eine Schwächung der Gesundheit, die in absehbarer Zeit voraussichtlich zu einer Krankheit führen würde, zu beseitigen,
  • einer Gefährdung der gesundheitlichen Entwicklung eines Kindes entgegenzuwirken oder
  • Pflegebedürftigkeit zu vermeiden oder zu mindern.

Mit einem oder mehreren Punkten dieser sieben Basis-Indikationen wird der grundsätzliche Therapiebedarf hinreichend belegt.

Jetzt kann man detailliert die konkreten Einschränkungen im Hinblick auf die Basis-Indikationen benennen: dabei gilt es, die funktionellen Einschränkungen sehr detailliert und konkret darzulegen - je mehr funktionelle Einschränkungen vorliegen desto wahrscheinlicher der Therapiebedarf.

Dafür helfen Ihnen auch unsere Therapieberichte weiter, wenn sie diese anfordern.

 

Ganz konkret: Mit einer guten medizinischen Begründung bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls steht und fällt der Antrag auf langfristigen Heilmittelbedarf.Die von der Heilmittelrichtlinie vorgegebene Struktur auf Therapiebedarf,-fähigkeit,-ziel und -prognose hilft dabei, die Begründung plausibel und nachvollziehbar zu dokumentieren.

 

Überprüfen Sie nun die Möglichkeit zur extrabudgetären Verordnung in wenigen Schritten:

  • Es liegt eine Heilmittelverordnung mit ICD-10 Schlüssel vor:

Gehört dieser ICD-10 Schlüssel zur Liste der Praxisbesonderheiten und wurde er im Zusammenhang mit einem dazu gelisteten Indikationsschlüssel verordnet? (Liste einsehen...)

Wenn Ja, dann ist diese Verordnung extrabudgetär für Sie als Arzt!

 

  • Es liegt nun eine Verordnung außerhalb des Regelfalls vor:

Bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles überprüfen Sie, ob der angegebene ICD-10 Schlüssel zu der Liste zum langfristigen Heilmittelbedarf gehört.

Wenn ja, dann ist diese Verordnung extrabudgetär für Sie als Arzt, wenn die Krankenkasse auf die Genehmigung grundsätzlich verzichtet (VDEK-Kassen), ansonsten muß  noch ein Antrag gestellt werden vom Patient mit der ausgestellten Verordnung von Ihnen (einige RVO-Kassen bestehen auf die Genehmigung vorab, Bsp. BKK Novitas...).

 

Die VDEK-Kassen möchten mittlerweile überhaupt keine Langfristgenehmigungen (für 1Jahr) ausstellen und begründen das damit, dass die Verordnungen außerhalb des Regelfalls mit ICD-10 Schlüssel ja auch extrabudgetär sind  (wenn von Ihnen als Arzt korrekt ausgestellt) und somit in jedem Fall bezahlt werden. Eine Genehmigung vor ab ist hier nicht nötig.

Nur bei Patienten der RVO-Kassen kommt das Langfristgenehmigungsverfahren noch weiter in Frage, da einige der RVO-Kassen auch bei Verordnungen außerhalb des Regelfalles vorherige Genehmigungen wünschen.

Auch hier sollte auf die richtige Kombination von Diagnose,ICD-10 Schlüssel und Indikationsschlüssel geachtet werden!

 

Im schlimmsten Fall bei diesem Thema nicht verzagen, Praxis Koudsi oder Firma Buchner fragen (www.buchner-shop.de)